Inselhopping nach Norden

Ronde Island und Carriacou

Am 15. Dezember stachen wir endlich wieder in See, lang genug war die Zeit in der Prickly Bay auf Grenada und ich war froh, endlich etwas Neues sehen und erkunden zu können. Zusammen mit meinem Buddy Boat APOLLON&DAPHNE ging es zunächst über Ronde Island nach Carriacou. Ronde Island ist eine kleine, unbewohnte Insel zwischen Grenada und Carriacou. Neben ihr befindet sich ein aktiver Unterwasservulkan, um den eine Sperrzone eingerichtet ist. Wenn der Vulkan Aktivität zeigt, wird die Sperrzone ausgeweitet und man kommt gar nicht auf die Insel.

Von der Prickly Bay nach Ronde Island
Ronde Island voraus
Ein entspannter Segeltag
Bei Ronde Island vor Anker

Auf Carriacou verbrachten wir ein paar Tage. Die Insel hat 2024 den Hauptteil von Hurricane Beryl abbekommen und ist immer noch stark von der Zerstörung gezeichnet. Doch die Natur lässt sich nicht unterkriegen, die Mangroven, die vor einem Jahr noch braun waren, werden langsam wieder grün.

Tyrell Bay auf Carriacou-die Mangroven sind nach Zerstörung durch Hurricane Beryl wieder grün!
Iguana-die kleinen Drachen leben hier zuhauf
Buntes Carriacou
Sandy Island von oben
Ein doppelter Regenbogen in der Tyrell Bay

St. Vincent und die Grenadinen

Von Carriacou ging es weiter zu den Tobago Cays, dem Traum eines jeden Karibikseglers. Schnorcheln mit Schildkröten am weißen Sandstrand und abends ein dicker, gegrillter Lobster beim Beach Barbeque, all dies ging nun endlich in Erfüllung. Mittlerweile war auch Gary mit der MUSKEN dazugestoßen, wir kennen uns schon seit Porto Santo. 

Einklarieren in die Grenadinen auf Union Island
Angekommen auf den Tobago Cays
Lobster essen beim Strand BBQ
Schnorcheln mit Schildkröten

Wir blieben nur einen Tag, denn die Nationalparkgebühr, die zu entrichten war, kostet zwar nicht die Welt, aber dennoch sind es genau diese Kosten, die sich schnell addieren, wenn man alleine an Bord ist und keine Crew hat, mit der man die Kosten teilen kann.

Toller Segelwind auf der Überfahrt nach Bequia
So viele Seevögel um mich herum

Weihnachten auf Bequia

Am folgenden Tag ging es also weiter zum nächsten Sehnsuchtsziel: Bequia, wo wir mit etlichen, befreundeten Yachten Weihnachten feiern wollten und wo dann auch Ben mit seiner neuen SANCTUARY dazukam. Er hatte auf Grenada noch auf Ersatzteile warten müssen. Auf Bens alter SANCTUARY, einer Catalina 400, durfte ich einen Monat wohnen, während GITANA auf dem Trockenen stand und eine unbewohnbare Baustelle war. Bequia spricht man übrigens „Bek-way“ aus, doch das nur als Info am Rande 🙂

Willkommen auf Bequia
Wir begeben uns auf Wanderschaft
Toller Blick über die Ankerbucht
Die Yacht unter dem Regenbogen gehört dem Ex-CEO von Starbucks

Zwei Wochen verbrachten wir hier. Ausruhen, schwimmen, wandern, essen gehen und das Highlight: die Dinghy Disco von ELECTRIC PASSAGE. Lisa und Phil sind DJs und haben eine komplette DJ-Ausrüstung mit Mischpult, Partylichtern etc. an Bord. Hinter ihrem Boot macht man mit dem Dinghy fest und sonst auch mit allem was schwimmt. Ein tolles Erlebnis für die gesamte Seglercommunity. 

MUSKEN und APOLLON&DAPHNE
Prost Weihnachten!
Großes Potluck mit der Seglercommunity-jeder bringt was mit
Die Royal Clipper mit Weihnachtsbeleuchtung
Internationales Weihnachtsständchen
Dinghy Disco organisiert von der ELECTRIC PASSAGE
Tolle Stimmung
Wir feiern bis in die Nacht

Ausflug nach St. Vincent

Einen Tagesausflug nach St. Vincent mit der Fähre unternahm ich mit Jasmin und Urs, die auf der APOLLON&DAPHNE als Crew mit an Bord waren. Wir wollten unbedingt den Vulkan La Soufrière auf St. Vincent besteigen, doch einige Ankerbuchten auf St. Vincent sind mit Vorsicht zu genießen und daher vermieden wir, auf dem eigenen Kiel dorthin zu segeln und die Boote den ganzen Tag unbeaufsichtigt in einer Bucht zu lassen.

Immer höher hinaus
Angekommen beim Krater
Der Krater dampft
Ein bunter Baum

Nach Silvester ging es dann von Bequia für unsere kleine Flotilla mit vier Booten weiter gen Norden. In der wunderschönen Bucht von Chateaubelair ankerten wir nur über Nacht, um die Strecke bis in die Rodney Bay von St. Lucia zu verkürzen. Gern wäre ich hier noch etwas länger geblieben, denn St. Vincent ist sehr grün und einfach wunderschön, wie wir bei unserer Vulkanwanderung festgestellt haben. Die Kriminalität hat wohl deutlich abgenommen, denn die Segler bringen dringend benötigtes Geld auf die Insel-das hat man wohl inzwischen auch hier verstanden.

Kurzer Stop in Chateaubelair auf St. Vincent
Hier ist alles so grün!
Danke an Urs für dieses schöne Video

St. Lucia, Rodney Bay

Nächster Stop war die Rodney Bay auf St. Lucia. Ben bekam Besuch von Tante und Onkel und so verbrachten wir auch hier ein paar entspannte Tage. Die kleine Insel Pigeon Island wurde 1972 künstlich an den Rest der Insel angeschlossen. Auf ihr befindet sich das im 18. Jahrhundert gebaute Fort Rodney, von dem die britische Marine die französischen Schiffe im benachbarten Martinique ausspionieren konnte.

Die berühmten Pitons von St. Lucia
Die Gastlandsflagge ist gehisst
Wanderung auf Pigeon Island, St. Lucia
Am Horizont liegt Martinique
Fort Rodney, St. Lucia
Muss mal kurz telefonieren
Einmal die Woche ist Streetfood Night im Ort
Die Bar kann sich sehen lassen
Regenschauer sind häufig in der Karibik

Martinique

Von St. Lucia nach Martinique ist es nur ein kurzer 20-Meilen Sprung. Begleitet von Seevögeln, die darauf warten, das GITANA die fliegenden Fische aus dem Wasser scheucht, erreichten wir am frühen Nachmittag Le Marin. Die Ankerbucht von St. Anne ist riesig und ich traf einige bekannte Gesichter wieder.

Dann war es Zeit, Abschied zu nehmen und GITANA nach Fort de France in die Marina zu bringen. Für sechs Wochen würde sie dort bleiben müssen, denn die boot Düsseldorf rief und anschließend vier Wochen Arbeit auf Kreta. Die kleine Marina L’Étang Z’Abricots liegt gut geschützt sehr weit innen, ein sicherer Platz für GITANA für die Zeit.

Seevögel begleiten mich nach Martinique
Für sechs Wochen bleibt Gitana in der Marina
Zum Abschluß ein Regenbogen

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